{"id":39,"date":"2017-01-07T14:08:37","date_gmt":"2017-01-07T13:08:37","guid":{"rendered":"http:\/\/web1532.login-11.loginserver.ch\/wordpress\/?page_id=39"},"modified":"2017-01-07T14:08:37","modified_gmt":"2017-01-07T13:08:37","slug":"haltung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/zwergtiere.ch\/index.php\/unsere-ouessantschafe\/haltung\/","title":{"rendered":"Haltung"},"content":{"rendered":"<p>Unter anderem wegen ihrer Gr\u00f6sse brauchen Ouessantschafe relativ wenig Futter &#8211; wobei sie ganz sch\u00f6n verfressen sein k\u00f6nnen. Man rechnet<br \/>\nca. 300 &#8211; 500 m <sup>2<\/sup> Weideland pro Tier, so dass die Zwergschafe schon auf relativ kleinen Wiesen gehalten werden k\u00f6nnen. Allerdings sind Ouessants<br \/>\nsehr bewegungsfreudig und da sie als Herde zu mindestens 3 Tieren gehalten werden sollten, brauchen sie doch mindestens 10 Aren Weideland. Die<br \/>\nL\u00e4mmer freuen sich auch \u00fcber Hindernisse oder etwas zum Klettern.<\/p>\n<p>Neben einem an 3 Seiten geschlossenen Unterstand, sollten ein Mineralsalzstein (Achtung ohne Kupfer!), t\u00e4glich frisches Wasser und m\u00f6glichst Heu<br \/>\nzur freien Verf\u00fcgung (beugt im Sommer Verdauungsproblemen vor) angeboten werden. In den Wintermonaten und w\u00e4hrend der S\u00e4ugezeit kann man<br \/>\nzum Heu auch Emd (zweiter Schnitt) und etwas Kraftfutter zuf\u00fcttern, aber Achtung &#8211; Ouessants neigen dazu Fett anzusetzen, das kann u.a. die<br \/>\nGeburten erschweren. Beim Zuf\u00fcttern auf Regelm\u00e4ssigkeit achten, sonst gibt es wom\u00f6glich bei jeder Sichtung eines Menschen ein Bl\u00f6kkonzert.<\/p>\n<p>Mindestens einmal im Jahr m\u00fcssen die Tiere geschoren werden. Bei der Schur sollte man auch auf die sogenannten Gl\u00f6ckchen an der Halsunterseite<br \/>\nachten, die einige Ouessantschafe am Hals haben. Der ideale Zeitpunkt f\u00fcr die Schur ist von vielen Faktoren abh\u00e4ngig. An einem heissen Tag im Juni<br \/>\nist die alte Wolle schon lose (manchmal liegen die Gl\u00f6ckchen bereits frei) und es geht einfacher, daf\u00fcr besteht die Gefahr von Sonnenbrand bzw. oder<br \/>\neines Hitzschlags. Deshalb unbedingt nach der Schur darauf achten, dass die Tiere einen Schattenplatz aufsuchen k\u00f6nnen. Andere empfehlen die<br \/>\nSchur kurz vor der Geburt, da ist der K\u00f6rper prall und es gibt weniger Blessuren. Nach der Geburt sollte man 2 Wochen warten, damit die L\u00e4mmer ihre<br \/>\nM\u00fctter wieder erkennen.<\/p>\n<p>Nach der Schur ist der beste Zeitpunkt, um die Tiere gegen Aussenparasiten zu behandeln &#8211; es gibt auch Mittel die gespritzt oder oral verabreicht<br \/>\nwerden. Diese sind dann zu empfehlen, wenn die Tiere ausserhalb der Schursaison befallen sind, was sich etwa durch h\u00e4ufiges Kratzen oder<br \/>\nWollverlust zeigt.<\/p>\n<p>Die Klauen m\u00fcssen \u00f6fter kontrolliert und gegebenenfalls geschnitten werden &#8211; je feuchter der Boden, desto h\u00e4ufiger. Stehen ein paar Gehwegplatten<br \/>\nzur Verf\u00fcgung, laufen sie sich selbst etwas ab. Fliesst mal etwas Blut beim Schneiden, ist das nicht so tragisch, Hauptsache es gibt keine Stellen mehr,<br \/>\nin denen sich Dreck ansammeln kann.<\/p>\n<p>Anschauliche Darstellungen zur Klauenpflege und Schur findet man z.B. auf der Seite der ostfriesischen Milchschafe. <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.ofm.ch\/Milchschaf\/pflege_klauen.htm\">Link<\/a><\/p>\n<p>Zur Entwurmung empfiehlt sich eine Kotprobe beim Tierarzt untersuchen zu lassen und<br \/>\nauf dessen Empfehlung die Tiere mit einem geeigneten Mittel zu entwurmen. Wegen der Resistenzbildung wird nicht mehr empfohlen, gleich nach der<br \/>\nEntwurmung die Fl\u00e4che zu wechseln.<\/p>\n<p>Impfungen sind eigentlich nicht n\u00f6tig. Aber da man an den &#8218;Kleinen&#8216; meist mehr h\u00e4ngt, als an einem Schlachtschaf, k\u00f6nnte eine Impfung gegen<br \/>\nClostridien (Breiniere und Tetanus) angebracht sein, die in seltenen F\u00e4llen u.a. bei drastischen Futterumstellungen und Stress, zu pl\u00f6tzlichen<br \/>\nTodesf\u00e4llen f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Brunstsaison ist von September bis Januar. Insofern kann der Bock in der Regel (wenn er kein R\u00fcpel ist) das ganze Jahr \u00fcber bei den Auen bleiben,<br \/>\nohne dass die Lammungen allzu weit auseinander liegen und man mitten im Winter mit L\u00e4mmern rechnen muss. Ouessants geb\u00e4ren in der Regel nur ein<br \/>\nLamm pro Jahr. Zwillinge sind selten. Die Geburten verlaufen meistens problemlos. Die L\u00e4mmer sind verh\u00e4ltnism\u00e4ssig gross und sehr vital. Man sollte<br \/>\nallerdings f\u00fcr die ersten Wochen ein fuchssicheres Gehege haben &#8211; wobei in der Regel ein ordentlich gestecktes Elektronetz gen\u00fcgt.<\/p>\n<p>Dem, der mehr \u00fcber die Grundlagen der Hobbyschafhaltung erfahren will, kann ich folgende B\u00fccher empfehlen:<br \/>\n&#8222;Alles f\u00fcr das Schaf, Handbuch f\u00fcr die artgerechte Haltung&#8220; von Annette Arnold und Rene Reibetanz, Pala &#8211; Verlag<br \/>\n&#8222;Schafe &#8211; Ideale Weidetiere an Haus und Hof&#8220; von Dorothee Dahl, Cadmos &#8211; Verlag<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter anderem wegen ihrer Gr\u00f6sse brauchen Ouessantschafe relativ wenig Futter &#8211; wobei sie ganz sch\u00f6n verfressen sein k\u00f6nnen. Man rechnet ca. 300 &#8211; 500 m 2 Weideland pro Tier, so dass die Zwergschafe schon auf relativ kleinen Wiesen gehalten werden k\u00f6nnen. 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